BlockAxs LegalTech Marktanalyse
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Teil 1 der Miniserie – LegalTech Marktanalyse

Wie viele Kanzleien und Rechtsabteilungen setzen generell auf neue Technologien? Warum gibt es im Rechtsmarkt so viele alternative Dienstleister?   

In unserer Miniserie werden wir in kleinen Artikeln den LegalTech Markt erst generell und dann immer detaillierter analysieren. In diesem ersten Teil schauen wir uns die allgemeinen technischen Möglichkeiten an und wie diese gegebenenfalls bereits eingesetzt werden.

Neue Technologie

Spricht man von neuer Technologie, stolpert man sehr schnell über die Begriffe Künstliche Intelligenz und Distributed Ledger Technologie. Beide Technologien haben enormes Potential, den Rechtsmarkt zu verändern. Sie verbessern die Risikobewertung, Effizienz und Transparenz. Sie beschleunigen Prozesse, führen zu Kosteneinsparung und zu mehr Sicherheit. 

Im Moment setzen jedoch nur 7,5 Prozent der Unternehmen und Kanzleien derartige Technologien ein. Immerhin 29 Prozent beginnen, diese Technologien zu erforschen. Die restlichen 63,5 Prozent haben noch nicht einmal begonnen sich mit disruptiven Technologien zu beschäftigen oder wissen nicht wie sie davon profitieren können. 

Demgegenüber stehen alternative Rechtsdienstleister (ALSP = “Alternative Legal Service Providers“), die Unternehmen und Kanzleien den Weg zu innovativen Technologien vereinfachen wollen. Die vollständigen Ergebnisse einer Umfrage von „Greentarget im Jahr 2018 zeigen, dass mindestens 51% der Anwaltskanzleien und 60% der Rechtsabteilungen von Unternehmen derzeit ALSPs für mindestens eine Art von Dienstleistungen nutzen. 

Während der Markt für ALSP wächst, schrumpft der Markt der traditionellen Rechtsberatung. Eine kürzlich erschienene Studie zeigt, dass der Umsatz der konservativen Rechtsberatung bis 2025 voraussichtlich um 11% von 300 Milliarden Dollar auf 265 Milliarden Dollar sinken wird, während die ALSPs ihren Umsatz voraussichtlich um 650% von 8,4 Milliarden Dollar auf 55 Milliarden Dollar erhöhen werden. 

                       

Die Grafik zeigt deutlich, dass sich konventionelle Rechtsdienstleister den ALSPs bedienen, um die Diskrepanz zwischen konservativer Rechtsberatung und digitaler Rechtsberatung zu verkleinern bzw. nicht größer werden zu lassen. Die hohen finanziellen Mittel, die in Entwicklungen von anspruchsvollen informationstechnologischen Anwendungen fließen, zeigen deutlich, dass es für Rechtsanwaltskanzleien wirtschaftlich kaum sinnvoll ist, sich dem Tagesgeschäft für längere Zeit abzuwenden und eigene, interne IT-Projekte zu planen, zu konzipieren und zu finanzieren. Gleichzeitig kann eine Kanzlei ebenso wie eine Rechtsabteilung die Effizienzsteigerung, die moderne Kanzleien durch die Digitalisierung und den Einsatz von disruptiven Technologien erzielen, nicht ignorieren. Es ist nicht die Frage, ob eine Kanzlei derartige Technologien einsetzt, sondern wann und welche. Durch KI und die Distributed Ledger Technologien können unterschiedlichste rechtliche Prozesse vereinfacht und beschleunigt werden. Doch nicht jede Anwendung ist für jeden Anwalt nützlich. 

Im nächsten Teil unserer Miniserie gehen wir intensiver darauf ein, welcher Anwendungsbereich für welches Rechtsgebiet sinnig sein kann und welche Effizienzsteigerung in finanzieller und zeitlicher Hinsicht möglich ist. 

[1] https://greentarget.com/wp-content/uploads/2018/01/2018-Legal-Industry-Outlook_Final.pdf 

[2] https://legal.thomsonreuters.com/en/forms/alternative-legal-service-provider-study-2017?cid=70113000000w4IC&chl=pr 

 

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